REITVEREIN MARCH

Der Ausserschwyzer Reitverein

Reitverein March

120 Jahre Reitverein March - Aspekte aus der Geschichte und Erinnerungen verschiedener Vereinsmitglieder. Zusammen getragen von Frieda Suter.

Mit herzlichen Dank an Vital Kessler, Katja Stuppia, Eugen Ruoss sen. und alle, die Erzählungen, Bildern oder sonstwie mitgeholfen haben, die Geschichten nachzuzeichnen.

Einleitung

120 Jahre Reitverein March - ein Meilenstein, ein Jubiläum, Grund zum Innehalten. Vor 120 Jahren gab es kaum Autos, keine Flugzeuge und auch viele andere Dinge die heute selbstverständlich sind nicht.

Pferde, am Wagen und als Reittier, waren nebst Eisenbahnen die schnellsten Fortbewegungsmittel. Sie spielten eine wichtige Rolle bei Transporten, in der Landwirtschaft und Armee sowie im gesellschaftlichen und kulturellen Leben. Pferde hatten zu jener Zeit auch grosse Bedeutung als Arbeitskraft.

Beziehungen unter den Kavalleristen, die ausserdienstlich, aber zum Teil von der Armee reglementiert (es gab Stallkontrollen und eine vorgeschriebene Anzahl Reitübungen) die Reiterei pflegten. Nebst der Konditionierung der Pferde und Reiter bekam vor allem die Kameradschaft grossen Stellenwert.

Beziehungen unter den Kavalleristen und auch zum treuesten Kameraden, dem Pferd, wurden oft beschrieben und besungen, vor allem aber gelebt. Geprägt von der gegenseitigen Abhängigkeit von Reiter und Pferd verstand man sich als Schicksalsgemeinschaft. Die Kavallerie, im alten Soldatenbuch unter dem Titel: "Mutig und kühn entschlossen voran" beschrieben, gehörte zu den leichten Truppen und hatte vielseitige Aufgaben zu erfüllen.

Die Kavallerie behielt ihren Stellenwert lange Zeit, wurde aber schliesslich von modernen Techniken abgelöst. 1972 schlug die bitterste Stunde; die Abschaffung der Kavallerie in der Schweizer Armee auf Ende 1973 wurde beschlossen. Bis zu diesem Zeitpunkt bestand auch der Reitverein March grösstenteils aus Kavalleristen.

Doch nach der Kavallerie folgte nicht der Untergang, sondern ein drastischer Wandel in der Geschichte der Reiterei. Der zivile Reitsport und die Reiterei als Passion und Freizeitbeschäftigung gewannen an Bedeutung.

Heute hat ein Teil der ehemaligen Kavalleristen manchmal Mühe, ihren Platz im Reitverein noch zu finden und die ganz jungen Mitglieder wissen kaum noch Bescheid über die bedeutungsvolle Vergangenheit.

Geblieben ist die Faszination, die vom Pferd ausgeht und die unbeschreiblichen Beziehungen zwischen Mensch und Pferd.

120 Jahre Reitverein, eine gute Gelegenheit innezuhalten, zurückzublicken, die Entwicklung zu betrachten, eine Bestandsaufnahme vorzunehmen. Eine gute Zeit aber auch, Ziele ins Auge zu fassen und zu formulieren. Ziele könnten sein:

Den Ursprung nicht zu vergessen, die Gegenwart bewusst und mit Fairness zum Pferd zu leben, das in seinem Wesen auch heute durch keine Maschine ersetzt werden kann. Damit die Faszination weiterhin einen Platz hat und in der Hoffnung, dass auch Menschen nach uns das tiefe Glück einer Beziehung zwischen Pferd und Mensch erleben dürfen. Frieda Suter 

Update folgt....